Tag 27 – Heimaturlaub

100_1210Ich frage mich gerade, ob ich hier auch über meinen Heimaturlaub berichten soll, da es ja eigentlich nichts mit meinem Moordienst zu tun hat, und darum dreht sich ja dieser Moorblog. Das werde ich dann Morgen entscheiden. Heute aber gibt es noch genug zu erzählen, dass hier auch wirklich rein passt. Mittlerweile bin ich in Nürnberg, aber bis 12 habe ich noch ehrliche Arbeit verrichtet. So bin ich zum ersten mal bei Schnee aufs Moor raus gefahren und habe Pegelstände abgelesen. Ja, es war kalt! Also die Luft zumindest. Und mein Gesicht und meine Zehen. Ansonsten habe ich geschwitzt, denn ich habe mich auch so angezogen, als würde ich mich auf eine mehrwöchige Polarexpedition begeben. So habe ich mich dann auch gefühlt, denn es war einfach alles weiß und ich musste nicht nur durch unberührte Natur stapfen, nein, ich musste da auch mit dem Fahrrad durch. Ich bin ganz stolz, dass ich nur ein mal gestürzt bin und nur ein Loch in meiner Hose habe! Meine größte Befürchtung, man würde die Pegel unter dem Schnee nicht finden, hat sich nicht bewahrheitet. Man kann sie jetzt sogar noch besser finden! Lustigerweise hat zu jedem Pegel (ca. 15 Stück) eine Rehspur geführt, so dass ich diesen irgendwann einfach gefolgt bin. Ich frage mich, ob jemand die Viecher derart dressiert hat… Nach meiner Polarexpediton hatte ich erstmal die rötesten Backen, die je ein Mensch gehabt hat, das kann ich versichern, aber die Hälfte des Abenteuers am diesen Tag lag noch vor mir. Ich bin um 12:12 in einen Bus nach Aichstetten gestiegen. Lustigerweise war grad Schuleaus und ich musste mich mit 1000 Kids in diesen Reise(!)bus quetschen und fast die ganze Fahrt über stehen. Ich frage mich warum die alle um 12 Unterrichtsende hatten… Jedenfalls bin ich dann fast eine Stunde später in Aichstetten angekommen um dort in den Zug nach Augsburg zu steigen. Ich komme Bahnsteig an und sehe dass auf der gegenüberliegenden Seite mein Zug einfährt. Das Problem: der Gleisübergang war 100m weiter. Ich habe der Schaffnerin zugerufen, ob auch ich mitfahren kann. Sie hat ganz freundlich geantwortet, dass das wohl nicht geht und ich den nächsten Zug nehmen müsse. „Alles, klar! Kein Problem! Kann ich verstehen!“ habe ich gerufen. Ich dachte halt da kommt in einer halben Stunde noch einer. Pustekuchen! Zwei Stunden! -.- Und nur so am Rande: Aichstetten hat eine gefühlte Einwohnerzahl von minus zwei. Ich habe mich also an den Rand der Bundesstraße gestellt und den Daumen rausgehalten. Nach einer halben Stunde (und 125326 Autos) ist sogar ein älteres Paar rangefahren und hat mich bis nach Memmingen mitgenommen, von wo auch ich weiter mit dem Zug, über Buchlohe und Augsburg, nach Nürnberg gekommen bin. Mit einer Stunde Verspätung, aber ohne das Mitfahren wäre ich nochmal zwei Stunden später da gewesen. The End.

lg, Dima

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