Tag 207-209 – 13 Tage des Eises und der Finsternis

100_2974Hallo, liebe Leser! Ich blicke grade auf eine außergewöhnliche Woche im Naturschutzzentrum Bad Wurzach zurück. Die ganze Zeit über war ich neben unseren beiden Biologen der einzige hier. Musste also nicht nur meine Arbeit erledigen, sondern auch noch die von den Mädels und das ganze Sekretariat betreuen. Wer mich aber kennt, der weiß, dass ich die Sache etwas dramatisiere. Im Grunde war es total entspannt. Es gab durchaus einiges zu tun, aber es war interessant. Die vielleicht interessanteste Woche hier überhaupt (das will was heißen!). Wenns nach mir ginge, so könnte ich hier ruhig noch mehr Verantwortung übernehmen… aber das ist jetzt schon bald vorbei. In ziemlich genau zwei Monaten endet mein Dienst hier und dabei habe ich in den nächsten drei Wochen Urlaub und kann danach noch mindestens eine ganze Woche abfeiern, aber da wird bestimmt nichts mehr draus. Ich will aber auch nicht alles abfeiern, denn es gefällt mir hier! Ich will den Rest meines Zivildienstes noch möglichst intensiv auskosten. So ein bisschen habe ich das jetzt auch schon in den letzten zwei Wochen getan. Zumindest wars intensiv, denn am Montag werde ich 13 Tage am Stück an der Infotheke gesessen sein. Davon 2 Sonntage und 2 Feiertage. Wenn man die Freitage und Samstage dazu nimmt, dann habe ich allein in den letzten zwei Wochen 37 Überstunden gesammelt und habe jetzt insgesammt 71,5h… o.O Ihr seht an Urlaubstagen mangelt es mir nicht. Jetzt noch morgen und übermorgen jeweils 6 Stunden sitzen und dann sehen wir uns in NBG! Ich hoffe, dass ich in den drei Wochen alle mal zu Gesicht bekomme! :)

lg

Dima

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Tag 199-206 – Panne

Mir ist eine Panne epischen Maßstabs passiert. Eigentlich sollte ich versuchen alles unter den Teppich zu kehren, aber ich will mich trotzdem erklären. Viele von euch haben in den Kommentaren zum letzten Eintrag gerätselt, was mit dem schwarzen Bild gemeint sein könnte. Im Endeffekt hätte ich es vielleicht auch lassen sollen, denn es hat sich zu einer unerwartet peinlichen Angelegenheit entwickelt. An dem Tag, dem 25.05.2009, ist nämlich meine Großmutter im Alter von 80 Jahren verstorben. Da ich hier sonst nichts persönliches reinschreibe, soll das hier auch das einzige dazu sein. Jedenfalls hab ich es für unangebracht gehalten an dem Tag wie üblich einen Blogeintrag zu verfassen, habe mich dann aber entschlossen für mich selber eine kleine Erinnerung reinzustellen. Ich hätte mir eigentlich denken können, dass ein schlicht schwarzes Bild für wilde Spekulationen sorgen wird. Soweit so gut. Peinlich wirds aber noch. Ich konnte zunächst einfach kein schwarzes Bild auftreiben! Auf meinem Linuxsystem war zu dem Zeitpunkt kein Programm installiert, mit dem ein solches Bild hätte produzieren können. Im Internet fand ich auch nichts (wonach soll man da bitte googeln?). Schließlich habe ich  mich erinnert, dass Mascha ein paar Tage zuvor mit einer Freundin Bilder mit meiner Kamera gemacht hat, und da sie das gerät noch nicht so gut einschätzen kann waren einige Bilder unterbelichtet. Ich habe den entsprechenden Ordner aufgerufen und fand dort tatsächlich ein völlig schwarzes Bild. Ich habe ganz nach rangezoomt und habe mich davon überzeugt, dass jeder Pixel absolut schwarz war. Das war ein Fehler. An dem Bild war nicht nur mehr dran, als ihr gedacht habt, sonder auch als ich gedacht habe. Mascha (die grad weg ist und nichts vom Anlass wusste) hat dazu einen Kommentar unter dem besagten Eintrag verfasst, den ich später freigeben werde.

lg

Dima

PS: Kennt eigentlich Irgendwer die Strophen des folgenden Liedes? ;)

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100_3157

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Tag 198 – Kontingenz von Nacktschnecken

100_2996Der erste Tag mit dem erhöhten Maß an Verantwortung ist überstanden! Und er ist gut überstanden. Ich seh schon, dass obwohl wir sicherlich die ein oder andere Schwierigkeit zu bewältigen haben, wir die Sache dennoch gut schaukeln werden. Meine größte Herrausforderung ist zur Zeit jedoch das finden von zwei Individuen der selben Schneckenart, deren Häuser entgegengesetzt gewunden sind. Ich war heute schon im Kurpark unterwegs um ein paar Fotos für den Franz zu machen und habe Ausschau nach Schnecken gehalten. Erste Erkenntnis: Nacktschnecken sind absolut Sinnlos! Zumindest für mein Unterfangen. Zweite Erkenntnis: Wenn man Schnecken mal braucht sind sie nicht da, während sie einen früher nur genervt haben, weil es einem so vorkam, als könnte man seinen Fuß nirgends mehr sicher absetzten. Vielleicht gehe ich ja morgen pegeln und finde da was! Heute hat sich der Ausflug aber trotzdem gelohnt, weil ich eine sehr bizarre Szene beobachten konnte. Eine Weinbergschnecke, oder das was davon übrig war, wurde von zwei Nacktschnecken verspeist. Zumindest denke ich, dass das der Grund war, warum sie sich in dem Kadaver gesuhlt haben. Der ganzen Geschichte hat eine andere Schnecke, einer mir unbekannten Art, aus nächster Nähe beobachtet. Irgendwann kam von der Seite eine weitere Weinbergschnecke (ein ziemlich stattliches Exemplar) hinzu. Diese schien sich zunächst einmischen zu wollen, ist dann aber doch ignorant um Haaresbreite (wörtlich) an der ganzen Geschichte vorbeigeschrammt. Siehe Bild. Alle beteiligten Schnecken waren übrigens rechtsgewunden.

lg

Dima

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Tag 194-197 – Linksdrehende Schneckenkulturen

100_2925Hallo! Da ich jetzt vom Wochenende zurück in Wurzach bin, will ich weiter von meinen Abenteuern hier berichten. Diese Abenteuer dürften in der nächsten Zeit auch noch ein ganzes Stück abenteuerlicher werden, denn heute hat sich in unserem Betrieb eine krasse Umstrukturierung vollzogen: unsere Sekretärin hatte ihren letzten Tag und bis eine neue eingestellt ist, dürfte noch eine gewisse Zeit vergehen. Bis dahin müssen Katha, Mascha und ich wesentlich mehr Aufgaben und vor allem mehr Verantwortung übernehmen als vorher. Wir sind alle gespannt wie das klappt, sind aber zuversichtlich, dass wir den Laden schon schmeißen werden. Ansonsten haben ich und Mascha heute rausgefunden wie man zwischen rechts- und linksgewundenen Schneckenhäusern unterscheidet. Das ist nämlich nicht so banal wie man zunächst vermuten mag. Man kann das nämlich so oder so betrachten und deswegen gibt es da auch eine offizielle Definition: Wenn das Gewinde oben vor einem liegt, dann soll man das Schneckenhaus so drehen, dass man in die Öffnung blicken kann. Ist diese Öffnung auf der rechten Seite des Schneckenhauses, so ist dieses rechtsgewunden und im anderen Fall entsprechend linksgewunden. Interessiert habe ich mich dafür nur, weil ein Bio-Prof. meines Freundes Nico einen Preis für ein linksgewundenes Schneckenhaus ausgeschrieben hat. Jetzt ist es aber so, dass die einen Arten immer rechts und die anderen immer links rum drehen. Also fast immer. Ein geringer Anteil innerhalb einer Art dreht sich anders rum. Ich schätze es soll sich um so eine Anomalie handeln. Dazu würden sich Weinbergschnecken gut eignen, die drehen sich in der Regel nämlich rechts rum und von denen gibt es hier so viele, dass sich bestimmt so ne linke anarcho-Schnecke finden ließe.

lg

Dima

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Tag 192-193 – Oberschwaben Naturnah

100_2957Hurra! Die Oberschwaben Naturnah Hefte sind da!!! Heute sind per LKW zwei Paletten voll mit OSN Heften eingetroffen. Es handelt sich dabei um das Jahresheft 2009 vom Bund für Naturschutz in Oberschwaben (BNO), von dem WIR die Geschäftsstelle sind. Also Leute: Jeder der eins von diesen wunderbaren Heften (die ich persönlich korrekturgelesen habe) meldet sich bei uns oder auch persönlich bei mir. Für den unbedeutenden Beitrag von 8€ (+ evtl. Versand) bekommt ihr es Zugeschickt oder von mir persönlich in die Hand gedrückt. Das Heft ist übrigens voll mit wunderbaren Artikeln rund um Oberschwabens Flora, Fauna, Landschaft und die Menschen drum rum. Zugreifen! So lange der Vorrat (den ich heute in den ersten Stock schleppen durfte -.-) reicht! So viel dazu. Es gab heute auch noch eine recht witzige Situation bei uns im NAZ. Der Franz war heute draußen im Kurpark mit einer Schulklasse um dort Wiesentiere (Käfer un Co.) zu sammeln. Zuvor war er mit dieser vierten Klasse bei uns drin und hat die Kinder mit der nötigen Theorie versorgt, bis er dann raus ist. Etwa eine halbe Stunde später wollte ich dann von der Infotheke hochgehen um etwas zu holen, als mir auf der Treppe ein äußerst verunsicherter Bub begegnet ist. “Suchst du was?” fragte ich worauf er mit zittriger Stimme “Ja….m-meine Klasse…” antwortete. -.- Während Mascha dann die Infotheke übernommen hat, bin ich mit ihm raus seine Klasse suchen. Und nein, ich habe ihn nicht gefragt wie das passiert ist! Ich habe überhaupt keine Fragen gestellt, denn ihm war die Sache sichtlich peinlich. Der Arme… Doch die Klasse war schnell gefunden und der Tag gerettet!

lg

Dima

PS: Nanu! Warum ist denn Gestern kein Eintrag? Sollte ich es tatsächlich vergessen haben?! o.O Jedenfalls gab es bei uns fetten Hagel. (siehe Bild)

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Tag 191 – Heracleum mantegazzianum

100_2943Heute haben Mascha und ich wie gewohnt einen Heldendienst an der Gesellschaft geleistet. Ein Riesen-Bärenklau, auch Herkuleskraut genannt, musste dank uns dran glauben. Das ist ziemlich fieses Zeug, dass es sich rausgenommen hat hier gegenüber am Ufer der Wurzacher Ach zu wachsen. Das garstige an dem Ding ist der Saft der Blätter. An sich macht er nichts, doch in Verbindung mit UV-Licht führt dieser Saft zu schweren Verbrennungen. Wirkt also quasi wie Sonnencreme, nur umgekehrt. Auch wenn dieser fiese Neophyt nicht so giftig ist wie z.B. die Blätter von Maiglöckchen, so sollte man ihn trotzdem immer dann entfernen, wenn man ihn entdeckt. Es schmiert sich natürlich niemand bewusst mit dem Saft von irgendwelchen Pflanzen ein, aber hierbei besteht erhöhte Gefahr für Kinder, denn die riesenhaften Blätter locker geradezu sie als lustige Hüte zu missbrauchen. Also Kinder: Aufpassen! Und so haben ich und Mascha den Tag gerettet!

lg

Dima

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